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Epido - Ihre Epilepsieambulanz in dortmund

Praxisgemeinschaft Dr. J. Schmitt und Dr. S. Vieker
Ihre Fachärzte für Epilepsie und Kinderneurologie

Wir legen großen Wert auf ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patienten, Eltern/Angehörigen und Arzt. Wir möchten, dass Sie sich gut behandelt und gut aufgehoben fühlen. Umfassende Aufklärung und persönliche Betreuung sind die Grundlagen des gegenseitigen Vertrauens. Wir sehen unsere ärztliche Aufgabe darin, Ihren Prozess der Heilung menschlich und fachlich kompetent zu begleiten und zu unterstützen.

Häufig gestellte Fragen bezüglich Epilepsie

Das gleiche Medikament kann bei Patienten verschiedener Altersgruppen ganz andere Reaktionen hervorrufen. Wird es von dem einen gut vertragen, zeigen sich beim anderen starke Nebenwirkungen. Das individuell passende Medikament zu ermitteln, ist ein aufwändiger Prozess. Im Laufe der Entwicklung muss die Einstellung der Medikamente immer wieder überprüft und angepasst werden.

Die Anfallsstärke kann z.B. davon abhängen, wie hoch oder niedrig antikonvulsive Medikamente dosiert sind oder ob zusätzliche Provokationsfaktoren (z.B. Schlafentzug) vorliegen. 

Viele Patienten, die anfallsartige Episoden haben, haben gar keine Epilepsie. Eine falsche Epilepsiediagnose kann für den Patienten gravierende Folgen haben. 

Die wichtigsten Differentialdiagnosen zur Epilepsie sind die Synkope und der psychogene nichtepileptische Anfall (PNEA). Bei der Synkope, also einer kurzen Bewusstlosigkeit, ausgelöst durch eine mangelnde Durchblutung des Gehirns, kann es ebenfalls zu unkontrollierten Bewegungen kommen. Ein psychogener Anfall als körperliches Symptom einer psychischen Störung tritt dagegen meist in bestimmten sozialen Situationen auf.

Alle Anfallsformen können ähnlich aussehen. Medizinisch gibt es aber deutliche Marker, die zeigen, ob ein Anfall epileptisch ist oder nicht. Das Problem ist, dass der Arzt den Anfall normalerweise nicht selbst beobachten kann und der Patient selbst kann sich meist auch nicht erinnern. Daher ist eine genaue Fremdanamnese unbedingt erforderlich. Wenn Angehörige einen Handyfilm von dem Ereignis drehen, ist dieses für uns Ärzte ein weiteres wichtiges Hilfsmittel.

Es gilt auch zu beantworten, wie lange der Patient nach dem Anfall gebraucht hat, bis er sich wieder orientieren konnte. Angehörige können meist genau berichten, wann sie wieder normal mit dem Betroffenen sprechen konnten.

Durch reine Anamnese lassen sich etwa drei Viertel der Fälle sicher zuordnen. 

Ursache der epileptischen Anfälle

Der epileptische Anfall ist die Folge einer neuronalen Funktionsstörung im Gehirn. Nervenzellgruppen der Hirnrinde senden plötzlich gleichzeitig Signale und zwingen anderen Nervenzellen ihren Rhythmus auf. Das kann unterschiedliche Folgen haben – je nachdem,  wo die Nervenzellen im Gehirn liegen, wie viele Nervenzellen an diesem Geschehen beteiligt sind und welche Körperfunktionen diese Zellen steuern. Fokale epileptische Anfälle gehen von einem bestimmten Bereich des Gehirns aus, breiten sich dann zunächst auf die weiteren benachbarten Hirngebiete aus und können sich dann auch auf beide Hirnhälften ausweiten. In solch einem Fall sprechen Mediziner von einem sekundär generalisierten Anfall. 

Im Gegensatz zu fokalen Anfällen sind primär generalisierte Anfälle nicht auf eine bestimmte Hirnregion oder auf eine Hirnhälfte eingrenzbar. Die Funktionsstörung im Gehirn erfasst sofort das ganze Großhirn. Ein primär generalisierter Anfall verläuft immer unter Beteiligung beider Hirnhälften. 

Der epileptische Anfall kann sehr dezent fast unbemerkt und still verlaufen ohne direkt erkennbare Symptome (z.B. eine Absence) oder auch sehr dramatisch mit starken Verkrampfungen der Muskulatur sowie Zuckungen des ganzen Körpers einhergehen (z.B. ein Grand mal Anfall). 

Grundlage einer wirksamen Behandlung ist die korrekte Diagnose. Grundlage einer richtigen Diagnose ist die Anfallsbeschreibung und das EEG.

Für die Therapie spielt die Unterscheidung zwischen fokal beginnenden und primär generalisierten Anfällen die entscheidende Rolle. Diese Zuordnung ist trotz aller Technik in der Regel nur durch eine genaue Erfassung der Vorgeschichte einer Erkrankung nachzuvollziehen! 

Fokale Anfälle

Bei Eintritt eines einfach fokalen Anfalls sind die Betroffenen bei vollem Bewusstsein. Die Symptome eines einfach fokalen Anfalls (Aura) sind sehr unterschiedlich und können nur von dem Patienten bemerkt und beschrieben werden. Oft bestehen ungewöhnliche Sinneswahrnehmungen. Diese Phänomene können sowohl isoliert als auch nur direkt vor dem nachfolgenden, für die Umgebung sichtbaren Anfall auftreten. Wir fragen gezielt nach diesen fokalen Zeichen, so können wir ein Taubheitsgefühl einer Körperregion, ein plötzlich unangenehmer Geschmack, eine immer wiederkehrende Erinnerung an Bilder oder Geräusche, eine Veränderung der Hörwahrnehmung oder eine plötzlich aufsteigende Übelkeit als eine Aura identifizieren. Bei Ausbreitung der epileptischen Erregung auf die benachbarten Hirngebiete spricht man von einem komplex fokalen Anfall. Häufig treten Zuckungen eines Körperteils oder unkontrollierte Handlungsabläufe auf, oft sind auch unwillkürliche Körperdrehungen oder Lautäußerungen vorhanden. Das Bewusstsein des Patienten ist oft eingeschränkt, er kann nicht adäquat antworten und auf Aufforderungen reagieren. Er kann sich später während unserer Anamnese nur an die Aura, nicht aber an den weiteren Ablauf des Anfalls erinnern. Die Angabe einer Aura ist für uns der wichtigste klinische Hinweis auf den Ursprungsort der Epilepsie.

Generalisierte Anfälle: 

Generalisierte Anfälle sind häufig gekennzeichnet durch einen plötzlichen Bewusstseinsverlust. Die Betroffenen reagieren nicht auf Ansprache oder andere Außenreize. Die Anfälle beginnen abrupt und der Patient hat keine Erinnerung an den Anfall. Mögliche Symptome der Anfälle sind Atemstillstand, Pupillenstarre und Speichelfluss, Verkrampfung des ganzen Körpers und rhythmische Zuckungen beider Gliedmaßen.

Behandlung:

Steht die Diagnose fest, erfolgt die Behandlung zunächst mit Medikamenten, um das Auftreten der Anfälle zu verhindern. Dabei spielt das Alter des Patienten eine ebenso große Rolle wie die diagnostizierte Epilepsieform und die Reaktion des Betroffenen auf den Wirkstoff.

Kontakt

Adresse der Praxisgemeinschaft
Droote 48/50, 44328 Dortmund
Telefon:
Anmeldung Dr. med. Schmitt 0231 - 70096890
Anmeldung Dr. med. Vieker 0231 - 70096950
E-mail:
Dr. med. Schmitt: anfallsfrei@epido.net
Dr. med. Vieker: kinder@epido.net
Termine nach Vereinbarung
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